Die Laurentiuskirche

Die Laurentiuskirche liegt im nordwestlichen Teil des alten Städtchens.

Ihr markantes Aussehen wird besonders durch den wuchtigen Turm   geprägt, der jedoch erst im 18. Jahrhundert auf seine jetzige Höhe gebracht wurde. Die Turmhöhe endete ursprünglich an der Unterkante des jetzigen Turmhelmes.

Das stattliche Gotteshaus war ursprünglich eine dreischiffige - romanische Basilika  und von einem Kirchhof umgeben.

Der heutige Zustand ist das Ergebnis einer jahrhundertlangen Baugeschichte. Es sind deshalb romanische und gotische Merkmale zu sehen.

Vom ursprünglichen Bau, Baubeginn um 1210, sind noch wesentliche Teile vorhanden.

 

Das Hauptportal schließt mit seinem Bogenfeld ein Relief ein, dass das Martyrium des heiligen Laurentius darstellt. Es ist etwa in den Jahren 1220-30 entstanden.

 

Weiterhin befindet sich auf der Südseite der Kirche ein Gemälde

des Christophorus. Es entstannd innerhalb der gotischen Bauepoche. Die Malerei auf den dort noch original spätmittelalterlichen Verputz, wurde allerdings im oberen Bereich bei früheren Instandsetzungen komplett ergänzt. Im mittleren und unteren Bereich aber findet sich noch die alte originale Bemalung.

 

 

 

Im Inneren fallen vor allem die großen Arkadenbögen auf, da ihre Spannweite eine Besonderheit ist. Als Vorbild diente der Dom von Chur.

 

 

 

 

 

Das Kruzifix über dem Altar zeigt den leidenden Christus. Es wurde von Prof. Ch. Sommer 1776 gefertigt.

 

 

 

 

 

Die Orgel wurde 1776 von J.A. Ehrlich aus Wachbach erbaut.

 

 

 

 

 

Das Sakramentshäuschen stammt aus der Zeit vor 1520. Hinter den Gittern wurden in der Zeit vor der Reformation die geweihten Hostien aufbewahrt.

 

 

 

 

 

Der Taufstein ist aus der Zeit um 1520.

 

 

 

 

 

Weiterhin ist in unserer Kirche der Taufbaum auch sehenswert, an dem grüne Blätter mit dem Namen der Täuflinge hängen.

 

 

 

 

Steintafel: Georg Christoph vom Holtz - 46 Jahre alt, Albrecht Conradt vom Holtz - 43 Jahre alt, Veronica vom Holtz – 35 Jahre alt. Alle drei sind 1635 innerhalb von 7 Tagen verstorben.

 

 

Die Holztafel in der Nische der Südwand aus dem Jahre 1570. Sie ist Ludwig von Morstein gewidmet und zeigt Maria Jakoba, geb. von Stein vom Reichenstein mit den fünf Söhnen und sieben Töchtern.

 

 

Die fünf Kanzeltafeln zeigen die vier Evangelisten – Matthäus, Markus, Lukas, Johannes und in der Mitte Jesus. Sie sind Teil der alten Kanzel, die bis 1954 an der Säule links neben dem Altar hing und durch eine neue Kanzel ersetzt werden musste. Nach der Restaurierung im Jahr 1992 durch den Restaurator Norberg Eckert aus Bad Mergentheim hängen die Tafeln seit dem 14. März 1993 wieder in unserer Kirche.

Das Geläute besteht aus 4 Glocken, wobei die größte Glocke aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, die Mittlere mit 78cm Durchmesser aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und die kleine Glocke aus dem 14. Jahrhundert stammt. Durch die Beschaffung einer weiteren Glocke im Jahre 1959 wurde der Klang des Geläutes abgerundet. 

Im Jahre 1955 wurde eine durchgreifende Innenrenovierung vorgenommen. Von der alten Ausstattung blieb nur die Orgel-Emporebrüstung erhalten. 1984 wurde wieder eine Innenrenovierung durchgeführt.

 

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