Kirche St. Alban und St. Wendelin

Kirche von Morsbach. Blick von Südosten

Foto: privat

Die Morsbacher Kirche wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Wehrkirche angelegt. 

Der Fachwerkaufbau auf Schiff und Turm erfolgte im 15. Jahrhundert. Eine dendrochronologische Untersuchung datiert den Dachstuhl auf 1427.

Der Grundriss des Chorturms im Osten ist nur wenig schmaler als der des kurzen, rechteckigen Langhauses.

Der Turm hat je zwei Schießscharten an der Nord- und Ostseite, eine an der Südseite. Dass man sich bei Ge­fahr in den Turm zurückgezogen hatte, ist noch an einer Aushöhlung an der Tür vom Kirchendachboden zum Turm erkennbar, in die ein stabiler Balken geschoben wurde.

1730 wurde die Empore eingebaut und die Schlitz­fenster vergrößert. Die großen Fenster der Südseite wurden 1847 eingebrochen.

Eine Innensanierung fand 1958 und 2003 statt.

Der Innenraum ist mit prächtigen Wandmalereien vom Ende des 15. Jahrhundert geschmückt.

Am besten erhalten sind die Bilder im Chorgewölbe: Gemalte Kreuzrippen mit Schlussstein, darin das Stettensche Wappen; in den „Kappen“ die Symbole der vier Evangelisten mit geknickten und gerollten Spruchbändern.

Die Wände im Chorraum und Langhaus sind mit gemalten Blattranken, Zweigen und Blättchen ausgestaltet (1795), und an der Südwand ist ein stehender Heiliger abgebildet.

Das Gestühl im Chor mit geschweiften Wangen stammt von 1650, ebenso der Gitterstuhl gegenüber, der viel­leicht einmal den Herren von Stetten gehört haben könnte. Seit 1958 dient er als „Sakristei“ und als Auf­gang zur Kanzel.

Der Schalldeckel über dem vieleckigen Korb der Kanzel trägt die Bezeichnung „Anno 1650 EMBC“.

Der Taufstein wurde in den 1950er Jahren von einem ortsansässigen Steinmetz gefertigt.

Ein besonderes Schmuckstück ist der Wandschrank am Westende der Nordseite, sein Aufsatz ist mit einem Fruchtgebinde, einem geflügelten Engelskopf und der Aufschrift 1663 verziert.
Das Altarkruzifix wurde im 18. Jahrhundert ergänzt.

 

 

 

Kirchensanierung

Die Sanierung des Kirchturms ist abgeschlossen und der Turm erstrahlt in neuem Glanz. Und dies nicht nur durch die neue Farbe, die er erhalten hat, sondern auch durch den neuen Wetterhahn auf seiner Spitze.
Die Kosten für diesen 1. Bauabschnitt belaufen sich bisher auf insgesamt 192.348,24 Euro, von denen rund 77.000 Euro die Kirchengemeinde finanzieren muss. Der restliche Betrag in Höhe von etwa 115.000 Euro werden durch Zuweisungen aus dem Ausgleichstock und dem Kirchenbezirk sowie Zuschüssen des Landesdenkmalamts, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stiftung für kirchliche Baudenkmäler finanziert. 
 

Als nächstes steht nun die Sanierung des Kirchenschiffs inkl. des Daches an. 
Die Architektin, Frau Theobold, wurde bereits vom Oberkirchenrat für diesen Bauabschnitt beauftragt.

Da außerdem auch die Bankheizung im Kirchenschiff erneuert werden muss, werden für die Gesamtmaßnahme "Sanierung des Kirchenschiffs inkl. Dach und Erneuerung der Heizung" insgesamt 358.904 Euro veranschlagt. 

 

Es geht weiter!

Endlich kann mit dem 2. Bauabschnitt - Sanierung des Kirchenschiffs inkl. des Daches und der Erneuerung der Bankheizung – begonnen werden.

Die Kirchengemeinde Morsbach wird auch für diesen Bauabschnitt wieder von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, mit 60.000 Euro, und von der Stiftung für die Erhaltung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) mit 20.000 Euro gefördert.

Den Bescheid über die erneute Förderung durch die Stiftung KiBa erhielt die Kirchengemeinde erst kurz vor Ostern, da die Kirchengemeinde erst über die interne Nachrückerliste in den Genuss dieser Förderung kommt.

Aber ein ganz besonderer Dank gilt aber auch den zahlreichen Spendern, die mit ihren Spenden den Beginn der Sanierungsarbeiten in diesem Jahr überhaupt erst möglich machen.

Nachdem bereits die Genehmigung des Landesdenkmalamts und des Oberkirchenrats vorliegen, kann nun mit der Angebotseinholung für die einzelnen Gewerke durch die Architektin, Frau Theobold, begonnen werden.