Johanneskirche

Die Johanneskirche ist die älteste noch bestehende Kirche von Künzelsau, das im Jahr 1096 erstmals in einer Urkunde genannt wird. Aus diesem Kontext lässt sich erschließen, dass es schon damals eine Kirche in der Siedlung gab. Archäologische Grabungen haben gezeigt, dass am Ort der heutigen Johanneskirche nacheinander mehrere Vorgängerbauten gestanden haben, über die es jedoch keine weiteren urkund­lichen Nachrichten gibt. Nach den Grabungsbefunden könnte der älteste Kirchenbau um 1290 abgebrannt sein. An seiner Stelle wurde um 1290 eine früh­gotische Chorturmkirche erbaut, von der sich im Turmsockel der heutigen Kirche wohl noch Reste erhalten haben. 1617 wurde die alte Kirche abge­brochen und durch einen Neubau ersetzt, der im darauf folgenden Jahr fertiggestellt war.

Vollständig umgestaltet wurde die Kirche dann 1913. Die Kirche erhielt dabei nach Westen hin einen Portalvorbau, an die Südseite stellte man einen Vorbau für die Emporentreppe und an die Nordseite zwei Treppentürme.

Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche durch die umfassende Sanierung ab 1970, bei der die Anbauten von 1913 und die Emporen entfernt wurden. Im Zuge dieser Modernisierung wurde auch der Boden gefliest, die Kanzel umgesetzt und die Kirchenbänke wurden durch Stühle ersetzt. 2009 rückte man bei einer erneuten Umgestaltung des Innenraums die Kanzel wieder an ihren ursprünglichen Platz.

 

Kunstgeschichtlich von herausragender Bedeutung sind neben der Kanzel von Leonhard Kern (1617), die Werke der Künstlerfamilie Sommer: das Triumphkreuz und der Altar von Johann Jacob Sommer (1704) und das Orgelgehäuse von Johann Andreas Sommer (1765/66). Im Chor Epitaphe (von Stetten; Magdalena Sophia von Hohenlohe).

 

Mesnerin: Rita Tanase, Telefon (07940) 5 81 61