Friedhofskirche

Nachdem 1564 der Friedhof von der heutigen Johanneskirche weg- und vors Obertor verlegt worden war, erbaute man um 1575 eine Friedhofskapelle, in welche 1633/34 eine Empore eingerichtet wurde.

1736 erfolgte eine umfangreiche Erweiterung der Kirche und 1739 wurde die Einrichtung erneuert.

1960 wurde die Friedhofskirche innen und außen umfassend saniert.

2007/08 erfolgte eine Innensanierung, 2010 nach dem Neubau der städtischen Aussegnungshalle die Außensanierung.

2016  in der Friedhofskirche Holzmehlauswürfe beobachtet, die auf einen Holzwurmbefall hindeuten. Zur Abklärung wurde daher ein Gutachter hinzugezogen. In dessen Gutachten wird ein aktiver Befall durch den gemeinen Nagekäfer an den verschiedensten Stellen im Kirchenraum bestätigt und eine komplette Begasung des Kirchenraumes mit einem hochwirksamen Schädlingsbekämpfungsmittel empfohlen, um die weitere Zerstörung der Holzteile zu verhindern.
Bei dem Ortstermin mit dem Gutachter wurde auch der Dachstuhl auf Holzwurmbefall untersucht. Hierbei wurde zwar kein Schädlingsbefall, jedoch aber Schäden an den Mauerlatten festgestellt. Um das genaue Ausmaß dieser Schäden feststellen zu können, wurde eine Schadenskartierung am Dachstuhl durchgeführt, welche leider zum Ergebnis kommt, dass der größte Teil der Mauerlatten massive Fäulnisschäden aufweisen. 
Im Juni 2017 wurde die Begasung der Kirche zur Bekämpfung der Schädlinge durchgeführt
Im Anschluss daran erfolgte die Sanierung des Dachstuhls, bei der die geschädigten Mauerlatten durch einen Zimmermann restauratorisch ersetzt wurden. 
Seit Ende November ist die Sanierung nun abgeschlossen.

 

 

© Architektin Birgit Theobold

Ein völlig zerstörter Deckenbalkenkopf, der Schaden geht relativ weit hinein und liegt zudem direkt unter dem Bund des Glockenstuhls.

© Architektin Birgit Theobold

Ein erneuerter Deckenbalkenkopf (Anblattung), da der Bestand an der Vorderseite komplett zerstört war.

© Architektin Birgit Theobold

Zerstörte Mauerlatte

Die bisherige Orgel wurde 1960 durch die E. F. Walcker & Cie aus Ludwigsburg erbaut. Das Instrumnet hat 13 Register auf zwei Manualen. Die Trakturen und Windladen der Orgel wurden aus für diese Zeit modernen und preisgünstigen Materialien wie Aluminium, Kunststoff, Spanplatten etc. gefertigt. Leider erwiesen sich diese Materialien als wenig dauerhaft und vor allem klimabeständig.
Mehr als 50 Jahre nach der Errichtung ist die Orgel stark verbraucht und weist eine Vielzahl technischer und klanglicher Mängel auf, so dass der Orgelsachverständige der Landeskirche, Herr Goethe, einen Orgelneubau empfiehlt.

 

Die Erneuerung der Orgel ist für das Jahr 2017 geplant. Die alte Orgel wurde bereits im Zuge der Sanierung des Dachtragwerks ausgebaut.

In der Werkstatt für Orgelbau der Fa. Richard Rensch, Lauffen am Neckar, wurden alle Teile der neuen Orgel gefertigt. Nach dem technischen Einbau der Orgel Anfang November wird die Orgel nun durch die Orgelbauwerkstatt intoniert.

 

Mit dem Begriff Intonation wird die Gestaltung des Klanges der Orgelpfeifen bezeichnet. Dabei wird der Bereich des Labiums mit Spezialwerkzeugen bearbeitet, um die Pfeife in Klangfarbe und Lautstärke zu verändern und ihr einen stabilen Ton abzugewinnen, den sie unmittelbar nach der Herstellung noch nicht hat. Außerdem müssen alle Pfeifen eines Register in sich wie auch zueinander in Klangcharakter und Lautstärke ausgeglichen und gestimmt werden. Der Intonateur bezieht den Stil der Orgel und die Raumakustik in seine Arbeit mit ein. (Quelle: Wikipedia)

 

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