Chorraum

Altar

Der Altar ist der Tisch für den Gottesdienst, um den sich die Gemeinde versammelt. Er ist der Ort der nähe Gottes, der Ort des Gebets und der Feier der Abendmahls.

Vor dem Altar hängen Tücher (Antipendien), genauso wie auf der Kanzel

 

Zuordnung der Kirchenfarben:

Weiß: ist die Farbe der Freude. Weihnachten und Ostern.

Violett: ist die Farbe der Vorbereitung und Stille. Es ist die

Farbe für die Adventszeit und die Passionszeit (vor

Ostern)

Grün: ist die Farbe der Hoffnung und des Wachsens.

Sonntage nach Pfingsten, bis zum 1. Advent

Rot: ist die Farbe der Kraft Gottes, des Heiligen Geistes.

An Pfingsten ist das Altartuch rot- auch an der

Konfirmation.

 

Ursprünglich hatte Kocherstetten einen begehbaren Altar, wie sie es auf Bildern sehen, mit einem Holzgeländer. Dieser wurde 1956/57 entfernt und durch einen gemauerten ersetzt.(Altar=Mensa) Darin Kruzifix, Holz, neue Fassung, H.53cm, 18. Jh..

Im Gottesdienst ist der Altar mit einer Decke, Blumen, Kerzen, einer Bibel und einem Kreuz geschmückt.

Das Kreuz erinnert uns an Jesus Christus, seinen Tod und seine Auferstehung.

Taufstein

Zur Taufe eines Kindes oder eines Erwachsenen wird das Taufwasser in eine Taufschale gefüllt, die lose auf dem Taufstein liegt. Der Taufstein ist bei einer Taufe mit Blumen geschmückt.

Der Taufstein ist in einfacher gedrehte Kelchform mit einem mächtigem Fuß, um 1620 entstanden.

Die alte sehr schön verzierte Taufschale von 1683 wurde im Jahre 1981 gestohlen und ist nie wieder aufgetaucht.

Ursprünglich, vor der Renovierung 1956/57 stand der Taufstein rechts vom Altar!

Sakristei

Ist ein Raum innerhalb der Kirche für die Vorbereitung des Pfarrers auf den Gottesdienst, auch für die Mesnerin um das Abendmahl vorzubereiten. Aufbewahrungsort

Das interessanteste an der Sakristei ist sein Zugang, es handelt sich um eine Bohlentür, mit Holzzapfen. Wir können die älteste Innschrift dort finden, die Jahreszahl 1515.

Im Chor

Eberhard von Stetten und seine Frau Margaretha

Eberhard von Stetten, gest. 11.9.1583 und Margaretha, geb. von Layen, gest. 5.11.1589. 1585 begonnen von Erhard Barg, um 1588 von Sem Schlör vollendet: Das Ehepaar kniet betend zu Seiten eines in der Mitte stehenden Kruxifixes auf einer hohen Sockelzone mit Inschrifttafel, die von den Evangelistensymbolen getragen wird. Seitlich Pilaster und langgezogene Konsolen tragen das Gebälk mit reicher Beschlagwerkbekrönung und den Allianzwappen Stetten-Layen. Eberhard von Stetten kniet links, in reicher Rüstung, den Kopf mit kurzem Bart und lockigem Haar zum Kruzifix erhoben. Margaretha von Stetten in langem, engfaltigem Gewand und lang herabhängender Haube. Über dem Kruzifix Gottvater in Wolken, in den Zwickeln des rahmenden Kleeblattbogens Adam und Eva.

 

Der Stifter der Kirche

Erst durch Eberhard von Stetten und seine Frau Margaretha bekamen die Kocherstettener eine eigenständige Kirche mit Pfarrer und Pfarrhaus (sie garantierten für Nahrung und Lohn des Pfarrers). Auch war es das Haus Stetten, das sich der Reformation anschloss. So wurde die einstmalige Kirche “Unsrer lieben Frauen“ Evangelisch.